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'Aspen': Kinky, Trashy und ein bisschen überzogen, aber irgendwie lustig

'Aspen', eine sechsstündige Miniserie, die heute Abend um 9 auf Kanal 4 beginnt, ist eine weitere NBC-Hommage an sexuelle Perversen – genauso trashig und wahrscheinlich dazu bestimmt, beim Publikum so beliebt zu sein wie die jüngste '79 Park Avenue des Senders.

Das Drama, das von 9 bis Montagabend ausgestrahlt wird, basiert lose auf einem vollkommen schrecklichen gleichnamigen Roman, der vor zwei Jahren von Burt Hirschfield geschrieben wurde.

Unglücklicherweise für Hirschfields Bewerbung um filmische Unsterblichkeit kaufte NBC die Bildschirmrechte, bevor Claudine Longet im vergangenen Frühjahr mit ihrem sensationellen Mordprozess (und dem Geflüster von noch mehr sensationellem Klatsch) den Skiort in Colorado ins nationale Fernsehen brachte.

Also kaufte NBC ein weiteres Buch namens 'The Adversay', in dem ein sensationeller Mordprozess stattfand, und das Ergebnis ist jetzt ein vollkommen schrecklicher TV-Film für sich allein.

In seiner Eile, die Show auf die Röhre zu bringen, bevor die Erinnerungen an Longet und die verstorbene Spider Sabich aus dem Bewusstsein der Zuschauer verschwunden waren, gab NBC zusätzliche 300.000 US-Dollar für Sets und Seifenflocken aus, damit „Aspen“ in Los Angeles aufgenommen werden konnte letzten Sommer.

Abgesehen von ein paar Totalen von den Skipisten von Ajax Mountain wurde alles auf Tonbühnen gemacht - und das sieht man.

Die Geschichte ist albern genug, um Aspen-wahr zu sein. In Rückblenden handelt es sich um einen jugendlichen Gigolo (Perry King), der der verwöhnten Tochter (Michelle Phillips) von „dem Mann, dem die Welt gehört“ (Gene Barry) von Mexiko in die Rockies folgt. Ihr milliardenschwerer Daddy plant, mit seinen Plänen für ein riesiges Erholungszentrum die Umwelt der Berge zu zerstören.

Gigolo trifft auf einen alten Kriegskameraden (Bo Hopkins), der für den örtlichen Gangster (Tony Franciosa, Zähne und alle) arbeitet, und bekommt einen Job, um lebende Hummer von Denver in eine Stadt zu transportieren.

Tonys Charakter hat übrigens rund um die Uhr eine Kokainparty in seiner Innenstadt von Aspen. Er ist eine böse Katze und ein natürlicher Verbündeter des räuberischen Milliardärs, der vor nichts zurückschreckt, um seinen Willen durchzusetzen.

Aber Horch! Bo hat eine 15-jährige Freundin, die Perry in der Nacht verführt, in der Michelle ihm ein Heiratsversprechen gibt. Also nimmt Bo sie verständlicherweise mit und schlägt sie zu Tode, während Perry auf dem Vordersitz der alten Corvette schläft.

Was auf Sonntag- und Montagabend folgt, ist ein „sensationeller“ Mordprozess (mit John Houseman und Sam Elliott, die Perry verteidigen), Perrys Reise zum Todeshaus und Sams achtjähriger Kampf um seine Befreiung. Sam ist der Held von 'Aspen'.

Die entschlossene Dekadenz der Charaktere, die 'Aspen' bewohnen, ist in dieser Jet-Setty-Gemeinde natürlich nicht ohne Parallelen.

Im Sahdow von Ajax gab es tassenweise Cola, lange bevor das Fernsehen das Zeug entdeckte. Und auch im Roaring Fork Valley hat es im Laufe der Jahre mehr als ein paar brutale Morde gegeben. Und der Mob.

Trotzdem ist 'Aspen' nur ein bisschen überzeichnet. Nach einem Winter ohne Schnee und dem Longet-Prozess muss dieser Ferienort von NBC so charakterisiert werden, wie er Vail braucht.

Aber es macht irgendwie Spaß.