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BLAX ZU DEN 70ER JAHREN

Quentin Tarantinos neuer Film 'Jackie Brown' ist zwar eine Adaption von Elmore Leonards Roman 'Rum Punch', aber seine wahre Inspirationsquelle sind die Blaxploitation-Filme der 70er Jahre. Kein Wunder also, dass das Setting von „Jackie Brown“ zwar zeitgenössisch ist, der Soundtrack jedoch tief in den frühen 70er Jahren verwurzelt ist.

Dazu gehört auch der Titelsong, Bobby Womacks 'Across 110th Street', was etwas seltsam ist, da diese düstere, funkgetriebene Hymne diese Funktion bereits für den Film 'Across 110th Street' von 1972 mit Yaphet Kotto und Anthony Quinn erfüllte. Tarantino entdeckte den kurzen Auftritt von 'Jackie Brown'-Star Pam Grier am Mikrofon, als sie in ihrem Filmdebüt 'The Big Doll House' von 1971 einen skurrilen Gefängnis-Blues sang, 'Long Time Woman'. (Klugerweise entschied sich Grier, sich auf die Schauspielerei zu konzentrieren; sie und Regisseur Jack Hill gingen zu solchen Blaxploitation-Klassikern wie 'Foxy Brown' und 'Coffy' über.) Der einzige zeitgenössische Track des neuen Films ist die Rapperin Foxy Brown (raten Sie, woher sie ihren Namen hat? ) und dem '(Holy Matrimony) Letter to the Firm', aber abgesehen von seinem Vintage-Sample von Isaac Hayes scheint dieser Track durch seine Modernität fehl am Platz zu sein.

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Der Rest von 'Jackie Brown' ist ein süßer Spaziergang in die Vergangenheit, vom unbeschwerten Groove von Bill Withers's 'Who Is He (And What Is He to You)' und Bloodstones ätherischem 'Natural High' bis hin zu Minnie Ripertons anmutigem 'Inside My Love . ' und die klassische Ballade von Delfonics 'Didn't I (Blow Your Mind This Time)', die einen urkomischen Running Gag im Film bietet. Wie der Soundtrack von 'Pulp Fiction' enthält 'Jackie Brown' Dialogschnipsel als Füllmaterial. Der seltsamste Track ist jedoch 'The Lions and the Cucumber' von Vampire Sound Inc., ein psychodelischer Freakout aus einer Sammlung italienischer Horrorfilmmusiken - natürlich sehr Tarantino. (Um einen kostenlosen Sound Bite von diesem Album zu hören, rufen Sie Post-Haste unter 202-334-9000 an und drücken Sie 8171.) Superfly: Deluxe 25th Anniversary Edition'

'Superfly' war nicht der beste Blaxploitation-Film, aber er hatte eindeutig den besten Soundtrack, wobei Curtis Mayfields Projekt nur knapp vor so herausragenden Konkurrenten wie Isaac Hayes' 'Shaft' und Marvin Gayes 'Trouble Man' lag. Wo andere die Filme einfach instrumental vertonten und funky Titelsongs lieferten, produzierte Mayfield sengende Anklagen – der Titelsong „Pusherman“, „Little Child Runnin‘ Wild“, „Give Me Your Love“ und „Freddie's Dead“ – das unterstrichen die sozialen und politischen Botschaften des Films. Diese Songs klingen heute genauso lebendig und unmittelbar wie zu der Zeit, als 'Superfly' 1972 veröffentlicht wurde.

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Rhino, das letztes Jahr die großartige Mayfield-Retrospektive „People Get Ready“ herausgebracht hat, hat gerade „Superfly: Deluxe 25th Anniversary Edition“ veröffentlicht, ein Zwei-CD-Set, das eine ganze Disc mit bisher nicht erhältlichen Tracks enthält, darunter auch Instrumentalversionen von einigen der bekannteren Songs ('Freddie's Dead' klingt ohne Text genauso bösartig gefährlich), ein straffer Studio-Jam zu den Impressions' 'Check Out Your Mind', 'Ghetto Child' (eine frühe Demoversion von 'Little Child . . . '), eine hornbetriebene Version von 'Pusherman', mehrere PSAs aus der Zeit und ein kurzes Interview mit Mayfield. Heute hält der Film nicht besonders gut. Die Musik tut es, und sie hat nie besser geklungen als in dieser Sonderausgabe. (Um einen kostenlosen Sound Bite von diesem Album zu hören, rufen Sie Post-Haste unter 202-334-9000 an und drücken Sie 8172.) UNTERSCHRIFT: Curtis Mayfields 'Superfly' war eine der Inspirationen für den Soundtrack von 'Jackie Brown', mit Pam Grier, oben.