logo

COLLECTIVE SOUL 'DISZIPLINIERTER BREAKDOWN' ATLANTIC

Die grundlegenden Tracks für „Disciplined Breakdown“ von Collective Soul wurden in einer abgelegenen Hütte in der Nähe der Heimatstadt der Band in Stockbridge, Georgia, aufgenommen, aber das Album klingt nicht gerade rustikal. Die Songs des Sängers, Gitarristen und Produzenten Ed Roland sind glatt eklektisch, und die Arrangements des Quintetts filtern amerikanischen Rhythm-and-Blues (und Pop-Rock und Metal) durch britischen Stil. Das eröffnende „Precious Declaration“ zum Beispiel beginnt mit einem Riff, das stark an Aerosmiths „Walk This Way“ erinnert, um dann zu Bryan Ferry-ähnlichem Croon überzugehen.

Rolands müheloser Übergang vom Growl zum Falsett ist ein Beispiel für die Musik von Collective Soul, die durchweg gut gemacht, wenn auch selten bahnbrechend ist. Obwohl die Memphis Horns auf 'Full Circle' die Balance in Richtung Southern Soul-Rock kippen, verdankt die Band den Beatles eindeutig ebenso viel. Songs wie „Crowded Head“ und „Everything“ sind melodisch, lebendig und abwechslungsreich, ohne pingelig zu sein. Der Hauptnachteil sind Rolands Texte, deren poetische Unruhe zum Psychogeschwätz neigt. Die Musik übertrifft die Worte jedoch leicht, oft mit einer Überschwänglichkeit, die darauf hindeutet, dass die Dinge doch nicht so schlimm sind.

Darlahoods „Big Fine Thing“ wurde auch in den Sticks aufgenommen, wo das Trio ein Haus mit einem DAT-Recorder viel billiger fand als seine ehemaligen Ausgrabungen in Manhattan. Sänger und Gitarrist Luke Janklow konnte jedoch nicht aufhören, an den Big Apple zu denken. „Ich wünschte, ich wäre in New York City“, sagt er in einem Song, der nach der Heimatstadt der Band benannt ist.

Obwohl Darlahoods Kombination aus Folk-Klage und Heavy-Rock-Prahlerei an Nirvana erinnert, ist diese Bitte so gequält wie das Album nur geht. Das meiste Psychodrama im Sound der Band wird nicht durch den Gesang, sondern durch die krachenden Gitarren vermittelt, die nicht so abstrakt sind wie die von Sonic Youth, aber für Fans von reguliertem Heavy Metal wahrscheinlich zu subtil sind. 'Big Fine Thing' wurde sogar von Clive Langer und Alan Winstanley produziert, die vor allem für ihre Arbeit mit den britischen Popstern Elvis Costello und Madness bekannt sind. Das Ergebnis ist ein raffiniertes Update des 70er Hardrock, aber eines, das effektiver wäre, wenn die Songs so viel Glanz wie Crunch hätten. Beide treten am Mittwoch im Lisner Auditorium auf. Um einen kostenlosen Sound Bite von Collective Soul zu hören, rufen Sie Post-Haste unter 202/334-9000 an und drücken Sie 8105. Um einen kostenlosen Sound Bite von Darlahood zu hören, drücken Sie 8106. (Prince William-Bewohner rufen 690-4110 an.) UNTERSCHRIFT: Darlahood verließ Manhattan für die Sticks, um 'Big Fine Thing' aufzunehmen.