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DIABOLIQUE': SHARON STONE, WICKEDLY GOOD

In einem entscheidenden Moment in 'Diabolique', Jeremiah Chechiks kunstvollem, unglaublich sehenswerten neuen Thriller mit Sharon Stone und Isabelle Adjani, blitzt der Bildschirm von einem Bild von Stone im Full-Diva-Modus zu einer Aufnahme von Elizabeth Taylor auf, die Stücke von Richard Burton in ' Wer hat Angst vor Virginia Woolf?' Aber die Schauspielerin, an die Stone am lebhaftesten erinnert, ist nicht Taylor – oder auch Simone Signoret, der große französische Star, der Stones Rolle in Henri-Georges Clouzots erschreckendem Original von 1955 spielte.

Mit all ihrer protzigen und katzenhaften Hauteurin beschwört Stone den hohen Hündinnen-Stil von Bette Davis in ihrer unverschämtsten Form herauf. Stones Performance ist der glamouröse Motor, der dieses Remake antreibt, und macht es zu etwas mehr als einem halbwegs unterhaltsamen Mystery-Garn.

Stone spielt Nicole, eine kaltherzige Lehrerin an einer Jungenakademie im ländlichen West Virginia. Die Schule wird von Guy (Chazz Palminteri) und seiner Frau Mia (Adjani), einer ehemaligen Nonne mit zerbrechlichem Herzen, mit fester Faust betrieben. Als der Film beginnt, bereitet Mia ihr Bad vor, als sie ihre Brust umklammert und zu Boden fällt und nach ihrer Medizin schnappt, während Guy einfach dasteht und zuschaut.

Die Intensität des psychologischen Krieges, den Guy gegen Mia führt, ist die greifbarste Spannung des Films, und Chechik ('Benny und Joon') schafft es geschickt, unseren Hass auf diesen gnadenlosen kleinen Tyrannen zu lenken, der seine leicht schikanierte Frau mit Spott und Spott terrorisiert grausame Drohungen. Als zusätzliche Folter führt Guy auch eine nicht ganz so diskrete Affäre mit Nicole.

Aber von Anfang an ist klar, dass die beiden Frauen zwar mit Guy schlafen, sie aber durch ihren Hass auf den Mann verbunden sind. Bald beginnen sie, einen ziemlich ausgeklügelten Plan auszuhecken, um Guy zu töten. Und mit ein paar dramatischen Problemen – und der üblichen Schwierigkeit, das Opfer dazu zu bringen, den Geist aufzugeben – schaffen es die Verschwörer schließlich, den Bestien zu beseitigen, seinen Körper zurück in die Schule zu transportieren und im Schwimmbad zu entsorgen.

Das Szenario von diesem Punkt an ist, dass die Mörder cool bleiben und darauf warten, dass die Leiche an die Oberfläche schwimmt. Das ist für Nicole, die Freon in ihren Adern hat, einfach genug. Aber Mia ist eine abtrünnige Katholikin und wird von Schuldgefühlen wegen ihres Verbrechens geplagt. Dann kommt Kathy Bates als unermüdliche Detective, die beginnt, die ahnungslose Mia mit Fragen zu beladen.

Und zu Nicoles Entsetzen antwortet Mia ihnen. Bates ist eine rauhe Krebsüberlebende – sie macht immer wieder geschmacklose Witze über ihre fehlende Brust – und Mia übergibt tatsächlich alle Hinweise auf das Verbrechen. Stone ist vielleicht am besten, um die Fehler ihres Komplizen zu glätten. Stones Zigarettenarbeit allein – und ein bestimmtes Paar dunkelgrüner Caprihosen – reichen aus, um diese noirische Leistung zu empfehlen. In einem besonders angespannten Moment versucht Adjani, sich eine Zigarette anzuzünden, aber Stone schnappt sie sich aus dem Mund. »Das schaffst du nicht«, schnappt sie.

Im Original von 'Diabolique' gibt es Szenen, die einem das Herz in die Kehle springen lassen, aber das macht Chechiks Remake nicht. Als die Kopfspiele beginnen und klar wird, dass das Mordspiel ein zusätzliches Inning haben könnte, ist Chechik vermittelnd, wenn er in Schwung kommen sollte.

Dennoch ist es eine wunderschöne Produktion mit einer flüssigen Filmmusik von Randy Edelman und beruhigenden, wässrigen Motiven von Kameramann Peter James. Und natürlich beginnt Stone mit ihrer Oscar-Nominierung für 'Casino' und jetzt die anderen modernen weiblichen Stars wie kleine Mädchen aussehen zu lassen.

Diabolique wird in den Theatern der Gegend mit R bewertet. UNTERSCHRIFT: Sharon Stone schwingt ihre Zigarette in 'Diabolique'.