logo

'Dogtown' fährt dieselbe Rampe

Denken Sie an 'Lords of Dogtown', eine fiktive Darstellung des Aufstiegs der Skateboard-Kultur in Venedig, Kalifornien, Ende der 1970er Jahre, als ein Vitamin zum Kauen. Es ist nicht schlecht für Sie, um sicher zu sein. Es macht sogar Spaß. Aber es ist sicherlich weniger, ähm, Hardcore als der echte Deal, der in diesem Fall eine ausgezeichnete Dokumentation von 2001 mit dem Titel 'Dogtown and Z-Boys' ist, deren Nährstoffgehalt 'Lords' mit einiger dramatischer Lizenz weitgehend Affen ist.

Jetzt finden viele Leute bestimmte Dinge einfach ungenießbar – Dokumentationen, alte Schwarz-Weiß-Filme, ausländische Filme – und wenn es ein Hollywood-Remake oder eine Dramatisierung braucht, um sie dazu zu bringen, sich hinzusetzen und sich die Geschichte anzuhören, nun, was wirst du tun?

Unter der Regie von Catherine Hardwicke von 'Thirteen' und geschrieben von Stacy Peralta, der Skateboarderin/Surfer-Filmemacherin, die auch den früheren Film inszeniert und mitgeschrieben hat, behält 'Lords of Dogtown' zumindest die gleiche manische, transgressive Energie von der Dokumentarfilm, der, wie Peralta auf der Kommentarspur der DVD dieses Films feststellt, alles andere als 'spießig, methodisch und langsam' war. Wie die wilden, langhaarigen Teenager, um die es geht, ist 'Lords' unhöflich, aggressiv und respektlos gegenüber Autoritäten. Es ist schmutzig, laut, geil, widerlich, destruktiv und manchmal klinisch verrückt.

Beste Bäume für Herbstfarbe

All das ist genau das Beste an dem Film, dessen wackelige Handkamera es ironischerweise hergibt. . . ein dokumentarisches Flair.

Was nicht so toll ist, ist die Hollywood-ifizierung der Geschichte. Obwohl es den Skateboard-Fakten ziemlich genau folgt – die Entdeckung der Urethanräder; das Ausleihen von Skateboard-Moves von Surf-Cutbacks; die Dürre in Kalifornien und die Nutzung leerer Schwimmbäder als Skateparks; und die Professionalisierung eines einst rebellischen Hobbys zum Big Business - die Betonung von Melodramen wie einer Dreiecksbeziehung und einem zunehmend kranken Kind (Michael Angarano) verleihen dem Film eine Soap-Opern-Qualität, die er nicht braucht.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die 'Z-Boys' Stacy Peralta (John Robinson), Jay Adams (Emile Hirsch) und Tony Alva (Victor Rasuk), basierend auf den realen Mitgliedern eines Skateboard-Teams, das vom lokalen Zephyr Surf gesponsert wird Shop und seinen köstlich verwirrten Besitzer, Skip Engblom (Heath Ledger). Vor dem Hintergrund immer mehr Mainstream-Skateboard-Wettbewerbe, bei denen die wellenbasierten Stilinnovationen der Z-Boys zunächst ihre fummeligen Konkurrenten sozusagen aus dem Wasser pusteten, begannen Freundschaften, die auf den Straßen von Dogtown (der Slum-ähnlicher Teil von Venedig) beginnen sich langsam aufzulösen.

Wiederherstellung für Decks Heimdepot

Tony geht hinter Geld her und verzichtet auf seine alten Kumpels zugunsten ausgefallener Klamotten, Autos und Frauen, die von einem mephistophelischen Promoter (Johnny Knoxville) angeboten werden. Jay stiehlt Stacys Freundin ('Thirteen's' Nikki Reed) und verliert dann seinen Fokus – und seine natürliche Athletik – gegenüber den Versuchungen des Ganglebens. Dabei bleibt jedoch nur Stacy standhaft. Es ist wohl das Vorrecht des Schriftstellers, sich zum Helden zu machen, aber manchmal wirkt der junge Peralta wie eine Art jugendlicher Jesus im Schweißband: schön, blond, zentriert und ein bisschen nerdhaft.

Für das Insider-Skateboarding-Publikum verteilen Hardwicke und Peralta mehrere Cameo-Auftritte der realen Gegenstücke der Charaktere und anderer Skateboard-Koryphäen im gesamten Film. Peralta selbst spielt zum Beispiel den Regisseur einer 'Charlie's Angels'-Episode, in der er als Teenager mitspielte, und Tony Hawk, der Skateboard-Superstar, der später von Peralta entdeckt und gefördert wurde, nachdem er den Wettkampfsport verlassen hatte. spielt einen Astronauten, der von einem Skateboard fällt. Niedliche Sache.

Es ist nicht so, dass 'Lords of Dogtown' nicht gut wäre. Es ist gut und voller Leben.

Es ist nur so, dass Peralta, als das erste Interesse daran entstand, einen Film über diese Geschichte zu drehen, nach einem 1999 erschienenen Artikel über die Geschichte der Z-Boys im Spin-Magazin sagte, er wolle zuerst einen Dokumentarfilm drehen, der die Geschichte richtig machen würde. Er hat es getan und es ist in jeder Hinsicht perfekt.

„Lords of Dogtown“ ist kein Ausrutscher, sondern eher ein ganz leichtes Zugeständnis an den Kommerz, während „Dogtown and Z-Boys“ vor allem ein Liebeslied an die Gegenkultur war.

Sex nach einer Operation zur Entfernung der Eierstöcke

LORDS OF DOGTOWN (PG-13, 105 Minuten) -- Enthält sexuelles Material, Drogenkonsum, Obszönität, kurze Gewalt und rücksichtsloses Skateboarding. Theater in der Umgebung.

Emile Hirsch als risikofreudiger Skateboarder Jay Adams in 'Lords of Dogtown'. Der Film nimmt den Dokumentarfilm 'Dogtown and Z-Boys' aus dem Jahr 2001 und fügt ein Seifenoperndrama hinzu.