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Fehlerlose 'Türme'

Bei Fawlty Towers beginnen die Dinge schief, und von dort aus geht es in die allgemeine Richtung des Chaos. Die Domino-Theorie ist hier am Werk, und der Mann, der sie umstößt, ist auch derjenige, auf den sie stürzen: Basil Fawlty, ein unerträglicher und unverzeihlicher Kerl, den man sowohl leidet als auch vergibt, denn während die meisten von uns häufig oder gelegentlich im Krieg mit den Welt, denn die Feindseligkeiten des Basilius hören nie auf.

Er kämpft eine der großen verlorenen Schlachten, die jemals im Fernsehen ausgetragen wurden, und aus diesem und anderen Grund wird der engagierte und vielleicht wachsende Kult der 'Fawlty Towers' die Rückkehr der BBC-Comedy-Sendung auf Channel 26 ab morgen Abend um mit offenen Augen begrüßen 10:30 und danach noch fünf Wochen weiter. Dies sind keine neuen Episoden – nur ein Dutzend wurden jemals gedreht – sondern Wiederholungen von 1975, doch die Show hat nichts an Frische verloren, und Fawlty, wie von John Cleese bombastisch gespielt, hat den Status eines mürrischen Volkshelden erreicht.

Fawlty und seine Frau Sybil (Prunella Scales), die die ganze Geistesgegenwart in der Familie besitzt, betreiben ein kleines englisches Strandhotel, das spirituell am Rande des dunkelsten Fegefeuers liegt. Die Gäste sind ein sonderbares Los, aber nicht so sonderbar wie der Wirt, ein umkämpfter und verbitterter alter Pedant, von Cleese überragend und liebenswert verkörpert. Der Monty-Python-Alumnus arbeitet an der Serie mit Connie Booth, die die kleine, aber ergänzende Rolle von Polly spielt, Teilzeit-Kellnerin des heruntergekommenen Anti-Establishments.

Wenn Fernsehprogramme sich rühmen könnten, würde diese es tun, denn sie kehrt zurück, nachdem zwei verschiedene Hollywood-Versuche, sie für das amerikanische Fernsehen zu kopieren, kläglich gescheitert sind. Die erste, eine totale Katastrophe, verschwendete und missbrauchte die Talente von Harvey Korman. Der zweite, der jüngste ABC-Flop 'Amanda's' mit Beatrice Arthur, war für amerikanische Sitcoms nicht schlecht, sah aber blass und aufgeräumt aus im Vergleich zu der verfeinerten Anarchie, die Cleese und seine Kollegen so witzig anzettelten.

Bald wird ABC eine weitere amerikanische Sitcom testen, die einer britischen Sitcom nachempfunden ist, 'Reggie', basierend auf 'The Fall and Rise of Reginald Perrin'. Es scheint, als gäbe es eine Humorlücke. Fast könnte man meinen, die Briten seien von Natur aus lustiger als die Amerikaner. Ein Faktor, der zu diesem Eindruck beiträgt, ist vielleicht, dass die BBC Ideengeber ist, während amerikanische Sender nur an 'Produkten' interessiert sind, wobei Originalität auf der Prioritätenskala niedrig ist. PBS ist auch Gastgeber für Ideen, solange sie bereits anderswo, vorzugsweise in England, Gastgeber waren.

In der Episode, die diese letzte Wiederholungsrunde auf Channel 26 beginnt (der derzeit nicht plant, die anderen sechs Episoden auszustrahlen), werden Fawltys Klassenvorurteile durcheinander gebracht, als der scheinbar hochgeborene Lord Melbury (Michael Gwynn), ein 'Peer' of the realm', zu dem Fawlty von dem Moment an, in dem er sich als Gast anmeldet, kriecherisch schmeichelt, entpuppt sich als zwielichtiger Vertrauensmann, der sich auf einen zwielichtigen Edelsteinbetrug einlässt. Der 'Cockney-Idiot', der all die Barbarei zu repräsentieren schien, die Fawlty verabscheut, entpuppt sich als Polizist auf Melburys schäbiger Spur.

Cleese ist besonders großartig, wenn sie wütend ist; er explodiert wie Daffy Duck in einem Cartoon. Das einzige, was ihn davon abhält, unheilbar zusammenzubrechen, ist das Bewusstsein, welche Freude dies seinen Feinden bringen würde, die er für zu zahlreich hält, um überhaupt zu zählen. Das Programm ist gut gefüllt mit wiederkehrenden Erzfeinden, wie dem absolut nicht englischsprachigen Busboy Manuel (Andrew Sachs), und jede Woche kommen ein paar neue hinzu - Gast-Erzfeinde. Cleese treibt seine Darstellung von Fawlty an wunderbar prekäre Abgründe; es ist meisterhaft.

Cleeses Darstellung von Fawlty steht übrigens auch weit über Dabney Colemans übertriebener Arbeit als 'Buffalo Bill' in der aktuellen Comedy-Serie auf NBC. Buffalo Bill ist ein Dummkopf wie Fawlty, aber viel weniger interessant. Time und Newsweek haben kürzlich berichtet, dass die 'Buffalo Bill'-Bewertungen gut waren; Tatsächlich waren sie zu Recht lausig, insbesondere für eine Erstserienserie, die gegen Wiederholungen antritt.

Währenddessen in den Fawlty Towers sind nicht alle Gäste eine Quelle der Trauer für Fawlty. Er scheint sich bei The Major recht wohl zu fühlen, einem freundlichen alten Duffer, der seine letzten Jahre am Meer verbringt. Gelegentlich hört 'Fawlty Towers' auf, lustig zu sein, und wird seltsam charmant, wie wenn Fawlty Lord Melburys angebliche Größe dem Major an der Bar rühmt. 'Ah', sagt Fawlty, 'so – ich weiß nicht was.'

'Ich weiß nicht, was?' wagt der Major.

'Genau! Genau!' ruft Fawlty aus.

'Fawlty Towers' und Basil Fawlty stehen immer noch aufrecht gegen alles, was ihnen in den Weg kommt, und es gibt weitere glückliche Nachrichten, um die Monotonie eines weiteren monotonen Fernsehsommers zu lindern: 'Monty Python's Flying Circus' kehrt ab dem 23. Juli samstags ins öffentliche Fernsehen zurück. Es ist gut, wieder über etwas lachen zu können, das lustig sein sollte.