logo

FOX'S INTENSITÄT: EINE TÖDLICHE SÜNDE

Fox, Amerikas gruseligster TV-Sender, hat sich einen weiteren Gruselfilm ausgedacht: 'Intensity', ein zweiteiliger Film, der auf einem Roman von Dean Koontz basiert, einem Autor, der Menschen gerne erschreckt. Leider ist 'Intensität' ebenso widerlich wie beängstigend.

Mit dem Ziel, in die Fußstapfen von 'The Silence of the Lambs' zu treten, stellt Fox in 'Intensity' eine mutige, aber selbstzweifelnde junge Frau gegen einen mörderischen männlichen Mastermind an. Der Mörder namens Edgler Vess verschlingt seine Opfer nicht buchstäblich (a la Hannibal Lecter in 'Lambs'), aber es macht ihm eine perverse Freude, sie leiden und sterben zu sehen.

Der vierstündige Film mit der Einstufung TV-14 wird heute Abend und morgen Abend um 20 Uhr auf Kanal 5 ausgestrahlt. Erinnern Sie sich, wann 20 bis 21 Uhr? hieß die Familienstunde und sollte der bekömmlichen Unterhaltung gewidmet sein? Die einzige Familienstunde an 'Intensity' ist, dass der Killer in der ersten Stunde eine ganze Familie abschlachtet.

'Intensity' beginnt jedoch mit einem Prolog, der Gewalt darstellt, die Jahre zuvor stattgefunden hat. Als unsere Heldin Chyna Shepherd (Molly Parker) ein kleines Mädchen war, wurde sie von ihrem betrunkenen, mit Drogen handelnden Vater brutal missbraucht. Mit 7 sieht das Kind zu, wie Pops fünf Kugeln in ein Nachbarspaar schießt, das von nebenan zu Besuch kommt - sie tötet, sagt er, weil er die Mittelschicht nicht ertragen kann.

Während des gesamten Films kehren wir immer wieder zu gequälten Szenen aus Chynas traumatischer Kindheit zurück – ihr Vater verfolgt sie mit einem Messer oder das kleine Mädchen, das sich unter einem Bett versteckt, während ihre Eltern Sex darauf haben. Um diese spezielle Szene noch ekliger zu machen, kriecht eine riesige Kakerlake das Bein des Kindes hoch, während es sich vor Entsetzen zusammenkauert.

Es stellt sich heraus, dass ihre alptraumhafte Kindheit ein gutes Training für die Tortur war, die sie als Erwachsener erleben wird. Chyna wird von einer Freundin zu Thanksgiving nach Hause eingeladen, das genau das Wochenende ist, das Edgler für seinen mörderischen Hausbesuch reserviert hat, und findet ihre Freundin aus der Schule an ein Bett gekettet und stark blutend.

Schließlich verstaut Chyna im Wohnmobil des Mörders, während er zu seinem Versteck zurückfährt, mit einem Zwischenstopp, um zwei weitere Menschen an einer Nachttankstelle zu ermorden. Edgler lebt in einem umzäunten Gelände, das von drei deutschen Schäferhunden bewacht wird, die im Roman Dobermänner waren und ihre Chopper genauso schnell in Menschenfleisch wie in ein Porterhouse-Steak versenken würden.

Chyna hat sich heimlich mitgemacht, weil Edgler bekannt gegeben hat, dass er ein 15-jähriges Mädchen namens Ariel in seinem Keller eingesperrt hat und auf den Tag wartet, an dem sie wie ein 'Pfirsich' 'reift' und von ihm vermutlich entjungfert wird. dann getötet. Von ihrem eigenen Hintergrund gezeichnet, ist Chyna entschlossen, das Mädchen zu befreien und ihr denselben Albtraum zu ersparen.

Wie von Stephen Tolkin adaptiert und von Yves Simoneau methodisch inszeniert, ist 'Intensity' sicherlich nicht ohne Schocks und Schrecken. Aber das Ganze ist so nervig und eklig, dass man es sich nicht so sehr ansieht, sondern sich ihm aussetzt. Das Leben ist wirklich viel zu kurz, um vier Stunden davon mit einem putzenden, tänzelnden Monster wie Edgler Vess zu verbringen.

John C. McGinley, der Edgler spielt, hatte nie große Probleme mit gruseligen Rollen. Aber der Film muss auf vier Stunden Sendezeit gepolstert werden, und das bedeutet, McGinley lange und langweilige Reden über seine Lebensphilosophie und seine Freude an den „intensiven“ Gefühlen zu halten, die er bekommt, wenn er zusieht, wie jemand tot umfällt.

Piper Laurie, eine wundervolle Schauspielerin, ist in der winzigen Rolle einer Passantin verschwendet, die Edgler vielleicht hätte aufhalten können, wenn sie nur kein zusammenhangsloser Trottel wäre. Darüber hinaus erscheinen einige der von Chyna getroffenen Entscheidungen auch weit hergeholt und lahmen, lediglich Mittel, um die Handlung zu verdicken.

Eine Szene, die ein Rezensent als die widerlichste in dem Buch bezeichnete, nämlich Edgler, der eine lebende Spinne frisst, wurde zum Glück eliminiert. Aber vieles, was abstoßend und umsonst grässlich ist, bleibt.

Der Mörder behauptet, geschärfte Sinne zu haben und scheint besonders von seinem Geruchssinn besessen zu sein, er schnüffelt an seinen Opfern und genießt die verschiedenen Gerüche. Wie Sie vielleicht erkannt haben, ist der Geruch von 'Intensity' alles andere als würzig. Mit einem Wort: Pipi-Eibe. Bildunterschrift: Gutmenschen Molly Parker trifft Gutmenschen John McGinley in Fox' Zweiteiler nach dem Roman von Dean Koontz.