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Deutsche rechtsextreme Partei feuert Funktionär wegen Migrantenkommentar

DATEI - An diesem Montag, den 15. Oktober 2018, nimmt Christian Lüth von der Partei Alternative für Deutschland am Tag nach der Landtagswahl in Bayern an einer Pressekonferenz in Berlin teil. Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland bestätigte am Montag, den 28. September 2020, dass sie Christian Lüth entlassen hat, nachdem er berichtet hatte, dass er Kommentare abgegeben hatte, die darauf hindeuteten, dass Migranten getötet werden könnten. (Michael Sohn, Akte/Assoziierte Presse)

VonZugehörige Presse 28. September 2020 VonZugehörige Presse 28. September 2020

BERLIN – Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland hat einen prominenten Beamten entlassen, nachdem er Berichten zufolge Kommentare abgegeben hatte, die darauf hindeuteten, dass Migranten getötet werden könnten.

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Die Partei bestätigte am Montag, dass der Vertrag von Christian Lüth, der bereits im April von seinem Amt als Parlamentssprecher suspendiert worden war, nachdem er sich angeblich als Faschist bezeichnet hatte, mit sofortiger Wirkung gekündigt wurde.

Wie deutsche Medien berichteten, sagte Lüth im Februar einem jungen Blogger, je schlechter es Deutschland gehe, desto besser sei es für seine Partei, und Migranten, die ins Land kommen, könnten später noch erschossen (...) oder vergast werden.

Das Treffen wurde vom Sender ProSieben heimlich für eine am Montag ausgestrahlte Dokumentation über Deutschlands extreme Rechte gefilmt. Das Gesicht des Sprechers war im Filmmaterial nicht zu sehen, aber die Wochenzeitung Die Zeit berichtete, dass es sich um Lueth handelte.

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Lüths Partei, bekannt unter dem deutschen Akronym AfD, hat sich lautstark gegen die Zuwanderung eingesetzt und erlebte einen Anstieg der Unterstützung, als 2015 Hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland durften. Sie ist derzeit die größte Oppositionspartei im nationalen Parlament.

Lueth lehnte eine Stellungnahme ab und sagte, er plane, am Dienstag eine Erklärung abzugeben.

Die AfD wird vom deutschen Inlandsgeheimdienst verstärkt unter die Lupe genommen, da sie befürchtet, dass einige Fraktionen mit Extremismus flirten, ein Vorwurf, den die Partei bestreitet.

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Am Montag hat die Bundestagsfraktion der AfD im südwestlichen Bundesland Baden-Württemberg den Gesetzgeber Stefan Raepple rausgeschmissen, nachdem dieser Berichten zufolge zum gewaltsamen Sturz der Regierung aufgerufen hatte.

Letzte Woche trennten sich die Fraktionen der Partei in zwei nördlichen Bundesstaaten inmitten von Machtkämpfen zwischen den Mitgliedern.

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