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Deutsche Angestellte des öffentlichen Dienstes gehen raus, um Lohnforderungen zu fordern

VonZugehörige Presse 22. September 2020 VonZugehörige Presse 22. September 2020

BERLIN – Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Deutschland haben am Dienstag eine Kampagne mit Kurzstreiks gestartet, um ihre Forderung nach einer erheblichen Gehaltserhöhung durchzusetzen, wobei Krankenhaus- und Kinderbetreuungspersonal sowie Entwässerungsarbeiter in Teilen des Landes ihren Arbeitsplatz aufgeben werden.

Die Hauptforderung der Gewerkschaft ver.di ist eine Steigerung um 4,8% oder mindestens 150 Euro pro Monat für rund 2,3 Millionen Bundes- und Kommunalbeschäftigte im nächsten Jahr. Warnstreiks sind eine gängige Taktik in deutschen Arbeitsverhandlungen und dauern in der Regel mehrere Stunden bis ein oder zwei Tage.

Verhandlungsführer für Arbeitgeber, die noch kein Angebot gemacht haben, suchen einen längerfristigen Deal und sagen, dass die Lohnforderungen zu hoch sind, da die deutsche Wirtschaft inmitten der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen hat, die auch die Steuereinnahmen der Regierung reduziert. Die Streiks wurden ausgerufen, nachdem die letzte Runde der Tarifverhandlungen am Wochenende keine Einigung erzielt hatte.

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Ver.di-Vorsitzender Frank Werneke sagte dem ZDF, die Gewerkschaft rufe in den kommenden Tagen zu Warnstreiks in der ganzen Breite des öffentlichen Dienstes auf.

Vor allem in Krankenhäusern gebe es einen großen Druck und hohe Erwartungen – dort werde es also einen Fokus geben, sagte Werneke. Es wird auch andere Schwerpunkte geben. Uns ist völlig klar, dass Streiks in Kitas derzeit besonders sensibel und nicht besonders beliebt sind, und das werden wir sehr maßvoll tun – das steht derzeit nicht im Fokus dieser Streikbewegung.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 23. und 24. Oktober geplant.

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