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Gladys Knight, ein echter Pip in 'Smokey Joe's Cafe'

'Smokey Joe's Cafe', die Revue der Leiber- und Stoller-Songs, die 1995 am Broadway ihren mehrjährigen Lauf begann, macht nun als Showcase für Gladys Knight die Runde. Die gute Nachricht im Warner Theatre in dieser Woche ist, dass Knight in bester Form ist. Ihre perfekte Stimme ist wie immer mit Weisheit und Leidenschaft poliert, ihre Phrasierung ist großartig und sie scheint eine tolle Zeit zu haben. Aber die Show um sie herum ist ziemlich fleckig.

Das Konzept von 'Smokey Joe's Cafe' ist nicht kompliziert: Füge jede Menge Hits von Jerry Leiber und Mike Stoller zusammen ('Young Blood', 'Hound Dog', 'Poison Ivy' etc.) und lass die Musik krachen. Die Inszenierung von Regisseur Jerry Zaks ist ein helles, schickes Konzert auf einem kaugummifarbenen Set von Heidi Ettinger. Man könnte argumentieren, dass die Show ärgerlich oberflächlich ist, dass Zaks und Joey McKneely (deren alberne musikalische Inszenierung das Thema von grinsenden Jungs und stolzierenden Mädels immer wieder durchbohrt) diesen großartigen frühen Rocksongs einen unangenehm sirupartigen Broadway-Flair verliehen haben. Aber zumindest in seinen frühen Inkarnationen bot 'Smokey Joe's Cafe' Vegas-ähnlichen Glanz und Adrenalin, als es in weniger als zwei Stunden mehr als drei Dutzend Songs durchzischte.

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Was Knight in diese Show einbringt, ist authentisches R&B-Herz. Die Spritzigkeit von 'Kansas City' und der Trotz von 'I'm a Woman' scheinen ihr selbstverständlich zu sein, und das traurige Jammern von 'I (Who Have Nothing)' ist Knight's Gasse.

'Smokey Joe's Cafe' funkelt immer, wenn Knight ihr Ding durchzieht, aber anderswo zeigt es ein bisschen Trübung. So glänzten die silbernen Anzüge, die die Sänger bei „On Broadway“ tragen, einst wie aus flüssigem Metall, sind jetzt aber leicht zerknittert, und die Schnitte sind nicht mehr so ​​bissig.

Häufiger jedoch hat die subtile Korrosion mit der Leistung zu tun. Knight ist von jungen Sängern umgeben, die große Stimmen haben, aber nicht immer wissen, wie sie den Charakter aus diesen oft saftigen Melodien herausholen sollen.

In einem Beinahe-Unfall schlendert Deanna Greene, die ein hautenges Mikrokleid trägt, zweimal auf die Bühne und zieht eine Federboa und einen Bugholzstuhl hinter sich her, um weltliche Liebeslieder zu singen. Greene hat die Pfeifen für die Zahlen – viel Power und einen schönen weichen Touch. Aber sie fängt nicht ganz die eisige „Chicago“-artige Rücksichtslosigkeit von „Don Juan“ (über eine Frau, die ihre Sugar Daddys verlässt, wenn ihr Geld ausgeht) oder die tiefe Erfahrung des schwülen „Some Cats Know“ ein. 'Smokey Joe's Cafe' ist viel besser, wenn diese Details Aufmerksamkeit erregen.

Neil I.B. mit tiefer Stimme Taffe ist großartig in einem Duett von 'You're the Boss' mit Knight, der langjährige Pip Bubba Knight bekommt die Gelegenheit, seine sanfte Stimme und seine seidigen Bewegungen zu zeigen, und die überschwängliche Christina L. Ames wird dem Tanz gerecht, der in 'Bring mir bei, wie man Shimmy macht.' Ein paar Songs werden jedoch gekreischt, und das dünne, hallende Soundsystem des Warners schmeichelt keinem der Sänger. Es ist pures Rauschen am glühenden Ende von 'I'm a Woman', als Knight und drei andere Frauen mehr Lautstärke in ihre Mikrofone geben, als das System verarbeiten kann.

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Man sollte 'Smokey Joe's Cafe' dennoch die Ehre zollen, eine unprätentiöse, temperamentvolle Show zu sein, vollgepackt mit anständig dargebotenen Hits: 'Jailhouse Rock', 'Spanish Harlem', 'Love Potion #9', 'There Goes My Baby' und mehr aus Ihrem Oldies-Radio. Die siebenköpfige Band spielt die Musik gut, und als Knight leise „Stand by Me“ beginnt, klatscht die Menge spontan im Rhythmus. Das passiert im Theater nicht oft, und wenn, dann ist es schön.

Smokey Joe's Cafe, Text und Musik von Jerry Leiber und Mike Stoller. Regie: Jerry Zaks. Bis Sonntag im Warner Theatre. Rufen Sie 202-432-SEAT, 703-573-SEAT oder 301-808-6900 an.

Gladys Knight erhält in der Revue im Warner eine begrenzte Besetzungsunterstützung. Die Kostüme einiger der 'Smokey Joe's Cafe'-Tänzer beginnen in einer Produktion, die 1995 entstand, ihr Alter zu zeigen.