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'Happily Ever After': Eine komplexe Liebesgeschichte

'HAPPILY Ever After' hat es in sich. Naja, fast alle.

Es ist Französisch. Es ist sexy. Es hat einen Killer-Soundtrack – Radiohead, the Velvet Underground, Elvis Presley. (Ich weiß. Ein bisschen seltsam für einen französischen Film, aber wer beschwert sich da?) Es hat sogar einen Cameo-Auftritt (auf Französisch, 'participation exceptionnelle') des großartigen, wundersamen und erstaunlichen Johnny Depp.

Schade, dass es kein Ende hat.

Ah, aber es ist so gut, auf seine gallische Art so viel über Liebe und Ehe zu wissen, dass es mir auch ohne es egal war. Enden sind sowieso nicht alles, was sie sind, vor allem in einem Film, dessen Märchentitel eindeutig augenzwinkernd ist. Wie jemand kürzlich in einem anderen, nicht so großartigen Film sagte: 'Happy Ends sind nur Geschichten, die noch nicht fertig sind.'

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In der Tat.

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Was 'Happily Ever After' tut, ist, die Liebe – oder sollte ich sagen, die heterosexuelle Paarung – zu nehmen und sie, wie der unvollkommene Edelstein, aus jedem Blickwinkel zu hinterfragen und immer und immer wieder zu drehen. Statt zwei Seiten präsentiert es mindestens sechs.

Das zentrale Paar sind Vincent (Autor und Regisseur Yvan Attal) und Gabrielle (Attals echte Ehefrau Charlotte Gainsbourg). Hinter der idyllischen Fassade (schöne Frau, tolles Kind) hat Vincent Gabrielle betrogen, und sie weiß es. Das Problem ist nicht, dass Vincent sie nicht mehr liebt oder dass er sie nicht mehr begehrt, sondern dass er es tut. Eine sehr chaotische, sehr zarte (und sehr heiße) Sexszene, die köstlich auf der Küchensequenz in 'Nine 1/2 Weeks' rifft, ist der Beweis dafür. Zufällig liebt er auch seine Geliebte (Angie David).

Vincents Freund Georges (Alain Chabat) hingegen ist seiner Frau (Emmanuelle Seigner) treu geblieben, scheint sie und ihren Sohn aber satt zu haben. Was er zu wollen glaubt, aber nicht den Mut (oder ist es Feigheit?) Das heißt, keinerlei Verpflichtungen und jede Nacht eine andere Freundin (und manchmal auch zwei).

Dann sind da Vincents Eltern (Anouk Aimee und Claude Berri), ein Paar, das seit 40 Jahren verheiratet und vermutlich treu ist, sich aber am Esstisch nichts zu sagen hat. Schließlich gibt es noch Georges Nachbarn (Kitu Gidwani und Sujay Sood), Ehemann und Ehefrau von 15 Jahren, und immer noch so verliebt, dass es widerlich ist.

„Man kann nicht mehrere Menschen gleichzeitig lieben“, belehrt Gabrielle ihren Sohn Joseph (der echte Sohn Ben Attal), als der Junge mit einem älteren High-School-Mädchen flirtet, das er auf der anderen Straßenseite im Bus trifft. Aber stimmt das wirklich? Attals Film scheint zu fragen. Später sagt Vincent selbst Joseph, dass 'Wert ist, was eine Sache kostet', während er versucht zu erklären, warum wir für Spielzeug bezahlen müssen. Natürlich kommt Daddys wirtschaftliche Lektion an einem Punkt in der Handlung, an dem seine Handlungen diesen Worten eine unbeabsichtigte Doppelbedeutung verliehen haben.

Das ist wirklich alles, was ich von der Zusammenfassung des Films wollte – und zu erwarten habe –: Eine Art Abschluss, der darauf hindeutet, dass Vincent oder einer der anderen Charaktere erkannt hat, was Untreue kostet und was eine Ehe lohnt sich.

Aber das, so argumentiert 'Happily Ever After', ist nicht die Welt, in der wir leben. Im Einklang mit Attals ausgeglichener, wenn auch gelbsüchtiger und überraschend tiefer Meditation über Monogamie, ist die letzte Einstellung des Films (und das am meisten zurückbleibende Bild) eine Art einer Happy-ever-after-Fantasy-Sequenz, in der sich Liebende vor einem windgepeitschten blauen Himmel treffen. Aber es stellt sich heraus, dass Gabrielle alles im Kopf hat. . . und es geht nicht um den Mann, den sie geheiratet hat.

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HAPPILY EVER AFTER (Unrated, 100 Minuten) -- Enthält Sexszenen, Nacktheit, Obszönität und kurzen Drogenkonsum. Auf Französisch mit Untertiteln. Im E-Street-Kino von Landmark.

Und sie lebten „Happily Ever After“ – oder doch? Charlotte Gainsbourg als Gabrielle und Regisseur Yvan Attal als Vincent.