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Herzog und Kinskis „Wahnsinn und Genie“

Es gab nur wenige Regisseur-Star-Beziehungen, die so umstritten, legendär und stiletto-kantig waren wie die zwischen Werner Herzog und Klaus Kinski.

Herzog, der Regisseur, und Kinski, der Schauspieler, haben an fünf Filmen zusammengearbeitet – „Aguirre: The Wrath of God“, „Nosferatu the Vampyre“, „Woyzeck“, „Fitzcarraldo“ und „Cobra Verde“. Ihre explosive Arbeitsbeziehung war auch Gegenstand zweier wunderbarer Dokumentationen: Les Blanks „Burden of Dreams“ und Herzogs selbsterklärendes „Klaus Kinski – My Best Fiend“ (nein, es gibt keinen Tippfehler in „Fiend“). Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass sie jedes Mal von Mord träumten, wenn sie zusammenkamen.

'Ich kann nicht leugnen', sagte Herzog, 'dass es gefährliche Momente gab, in denen wir uns hätten umbringen können.'

Dieser gegenseitige Hass, die Liebe und der Respekt werden in 'My Best Fiend' deutlich, und man kann es in jedem anderen Film zwischen den Zeilen spüren. Sie waren zwei Naturgewalten, beide mit einem unnachgiebigen, unbeugsamen Willen. Auf ihre Art haben beide oft zugegeben, dass sie verrückt waren. Aber beide sind sich einig, dass diese Spannung und offene Feindseligkeit zu unglaublichen Momenten auf der Leinwand geführt hat. Kinski hat für keinen anderen Regisseur mit der gleichen Intensität gearbeitet wie für Herzog.

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Das Goethe-Institut (812 Seventh St. NW) bietet eine wunderbare Reihe „Klaus Kinski und Werner Herzog: Wahnsinn und Genie“ an, die am Montag um 6.30 Uhr mit „Aguirre: Der Zorn Gottes“ beginnt, ihrer größten Zusammenarbeit . (Ich werde das Vergnügen haben, diesen Film Montagabend vorzustellen.) Alle fünf Filme und beide Dokumentarfilme werden Teil des Programms sein, das am 18. August endet. Blank wird am 14. Juli an der Vorführung von 'Burden of Dreams' teilnehmen, die Herzog . zeigt und Kinski stehen vor Verzweiflung und Rückschlag um Rückschlag, als sie 'Fitzcarraldo' machen.

'Aguirre' von 1972 ist Herzogs epische Geschichte über einen verrückten spanischen Abenteurer, Don Lope de Aguirre (Kinski) und seinen Versuch, die Stadt El Dorado zu finden. Als die Party tiefer in den Amazonas vordringt, werden Träume zum Wahnsinn. Letztendlich ist diese Reise eine der Wahnvorstellungen. In gekonnten 100 Minuten erreichten Herzog und Kinski den epischen Effekt, den Francis Ford Coppola in 'Apocalypse Now' viel teurer und weniger erfolgreich versucht hatte.

Der Programmablauf nach der Vorführung von 'Aguirre' am Montagabend (alle Shows um 6:30 Uhr):

16. Juni: 'Nosferatu the Vampyre' (1979, 107 Minuten), Herzogs Version des Bram Stoker-Klassikers mit einem sehr wilden Kinski.

23. Juni: 'Woyzeck' (1979, 74 Minuten), eine Adaption des Georg Büchner-Stücks, in dem ein Soldat (Kinski) den Verstand verliert, als er von der Untreue seiner Frau hört.

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7. Juli: 'Fitzcarraldo' (1982, 158 Minuten), Herzogs Epos über einen verrückten Träumer (Kinski), der mitten im Amazonas-Dschungel ein Opernhaus bauen will.

14. Juli: 'Burden of Dreams' (1982, 95 Minuten).

11. August: 'Cobra Verde' (1988, 111 Minuten), über einen Sklavenhändler (raten Sie mal wer), der nach Afrika geschickt wird, um Sklaven zu erwerben, aber am Ende eine Revolution mit einer Armee von Eingeborenen anführt.

18.08.: „Klaus Kinski – Mein bester Unterweltler“ (1999, 95 Minuten).

Von Montag bis 29. August sind im Goethe-Institut außerdem Fotografien von Herzog und Kinski von Beat Presser zu sehen, der viele Jahre Herzogs Kameramann war und „Fitzcarraldo“ im Dschungel von Peru und Brasilien drehte und „Cobra Verde “ in Ghana, Brasilien und Kolumbien.

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Der Eintritt zu jeder Show beträgt 5 US-Dollar. Karten sind bei Goethe montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 3 Uhr erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Für Updates besuchen Sie www.goethe.de/washington oder rufen Sie 202-289-1200 an.

-- Desson Howe

ZEIT FÜR 'HIGH NOON'

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Ab Freitag um 6:30 Uhr wird im AFI Silver Theatre, 8633 Colesville Rd., Silver Spring (Metro: Silver Spring) ein neuer 35-mm-Druck von 'High Noon' (1952) gezeigt. Gewinner von vier Oscars, darunter Bester Hauptdarsteller für Gary Cooper, der kontrastreiche Schwarz-Weiß-Film – eine stimmungsvolle Charakterstudie, die praktisch frei von Schießereien und Action-Sequenzen traditioneller Western ist – dreht sich um die zum Scheitern verurteilten Bemühungen kleiner Stadtmarschall Will Kane (Cooper), um eine nicht reagierende Bürgerschaft zum Kampf gegen einen Revolverhelden zu bewegen, der Rache geschworen hat und mit dem Mittagszug zurückkehrt.

In einer so genannten Allegorie auf die schwarzen Listen Hollywoods, die in den 1950er Jahren diejenigen ächteten, die als Kommunisten galten, opfert Kane nach und nach alles, einschließlich seiner neuen Braut, für ein scheinbar vergebliches Gefühl von Ehre und Integrität, als die Uhr (eingeschossen) häufige Nahaufnahmen) bis zur letzten Konfrontation mit dem gefürchteten, unsichtbaren Feind (Ian MacDonald, nur in den letzten Minuten mit dem Gesicht erkennbar).

Für Informationen und Spielzeiten rufen Sie 301-495-6700 an oder besuchen Sie www.afi.com/silver/theatre.

- Michael O'Sullivan