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In den Korb

Das Datum des ersten Kleiderkorbs zu erraten ist schwierig, da sich die Bedeutung von „Korb“ im Laufe der Zeit verändert hat. Das Oxford English Dictionary (OED) beispielsweise definiert es als „großen Korb oder Korbwarenbehälter mit Deckel, der im Allgemeinen als Verpackungskiste verwendet wird. In früheren Zeiten meist ein Etui oder eine Schatulle, ab 1500 meist aus Flechtwerk.' Als Beispiel verweist die OED auf die Verwendung des Wortes im Jahr 1552: 'Fessel für Frauen, um in Spindeln oder Böden aus Fäden zu stecken'.

Das Wort hamper in Amerika scheint nach dem Dictionary of American Regional English einen südlichen Ursprung und Gebrauch zu haben. In den frühen 1800er Jahren deponierten die Südstaatler Obst, Gemüse oder Getreide in einem großen Behälter, den sie 'Scheffelkorb' oder 'Korbkorb' nannten. Es ist denkbar, dass Wäschekörbe ins Haus kamen, da die Wäsche der Woche eine Art Ernte erforderte. 1897 war der Kleiderkorb auf dem Weg zum beliebten Produkt: Sears, Roebuck und Co. boten Korbmodelle in drei Größen zu Preisen von 65 bis 85 Cent an. Kleiderkörbe, Körbe oder Mülleimer sind in diesem Jahrhundert in populären Zeitschriften mit mehreren Schwerpunkten nicht unwesentlich diskutiert worden. Laut Popular Mechanics (Mai 1930) war es möglich, einen attraktiven Korb herzustellen. Dieselbe Zeitschrift (Juni 1936 und Januar 1938) sowie Popular Science (März 1938) brachten Artikel über die Kombination des Korbs mit einer Kommode, einem Nähschrank, einem Frisiertisch und einem Waschtisch. Schließlich zeigten die Zeitschriften, dass der Korb versteckt oder beweglich sein konnte. Popular Science (Januar 1940) zeigte, wie es unter einem Warmwasserbereiter platziert werden kann. Und House Beautiful illustrierte neun Jahre später einen „eingebauten, aber beweglichen Korb“. Der Rat des Magazins: „Sei clever, wenn du deine Wäsche versteckst.“ Unter der Überschrift „Gracious Gifts“ warb die Ausgabe von House & Garden vom Dezember 1936 für ein „Körbchen-Set – gemalt für das Badezimmer“. Korb, 19 Zoll groß, Korb, 14 Zoll groß. Rosa, Blau, Rot, Grün, Gelb, Auster. Ungefähr 7 Dollar pro Set.' Mit dem Neubauboom in den 1950er Jahren (ein Fünftel des gesamten Wohnungsbestands von 1960 wurde in den letzten 10 Jahren gebaut) verbreiteten sich eingebaute Metallwandkörbe. Einige hatten sogar einen Platz zum Verstauen von Seife und Kleidung. Dennoch waren Hideaway-Modelle allgegenwärtig, einige unter der Treppe, andere unter Theken ('Unter der Theke gehen schmutzige Kleidung', erklärte das Magazin Sunset, Juli 1972), einige mit 'Freimaurer-Tops' gekrönt (Industrial Arts and Vocational Education Magazine, Januar 1951). Dann gab es einen Wäschekorb, der gleichzeitig als „Wäschesortierer“ diente (Sunset, September 1974). Sears, Roebucks Herbst- und Winterkatalog von 1966 widmete drei Seiten den Körben, ohne eine für Babymodelle. Aus Italien, Spanien und Holland importierte Körbe illustrierten den traditionellen Korbgeflecht-Look, während amerikanische Modelle Ensembles zeigten – Bank- oder Stehkorb, Papierkorb und Bürstenhalter – aus Vinyl, das mit Wandteppichen, Rohren und anderen Materialien verziert war. Ein Vierteljahrhundert später fügte Sears, Roebucks Katalog, dank des demografischen Wandels, einen Wohnungsschrank hinzu. Aber die Geschichte der Korbwaren war bis 1991 keineswegs abgeschlossen. In jüngerer Zeit hat eine Firma geformte Plastik-Wal- und Dinosaurierkörbe für Kinder eingeführt (18 x 18 x 30 Zoll, Einzelhandelspreis 29,99 $); ein anderer hat ein Roll-Around-Modell auf Nylonrollen mit einem strapazierfähigen, abnehmbaren Kordelsack entwickelt, und noch ein anderer hat Körbe für Freizeitfahrzeuge entwickelt. Die Einführung von handgefertigten gewebten Ahornkörben hat vermögenden Verbrauchern eine hochpreisige Alternative geboten, während die traditionellen Korbwarenkörbe mehr Größen und Formen angenommen haben. Und Körbe wurden im Allgemeinen als Sportreifen für diejenigen verwendet, die dazu neigten, Basketbälle durch zusammengestopfte schmutzige Kleidung zu ersetzen. Dennoch scheinen Körbe mit ihrer Herkunft als „Packkisten“ in dem Sinne verbunden zu sein, dass Kleidung oft reifen und Gerüche abgeben muss. Der amerikanische Einfallsreichtum wurde jedoch durch diese unangenehme Situation nicht behindert; Die Abhilfen reichen von dem Platzieren offener Schachteln mit Backpulver auf Korbböden in leichten Fällen bis hin zum Gießen einer Schicht Katzenkistenfüller in schweren Fällen.

Thomas V. DiBacco ist Historiker an der American University.

ABBILDUNG, JOHN BRENNT FÜR TWP