logo

MARC COHNS ROTER BUCHSTABE 'DAZE'

Was hat Marc Cohn gemacht, seit er vor fünf Jahren seine letzte Aufnahme veröffentlicht hat? Eines ist sicher: Der Singer-Songwriter, der vor allem für seinen 1991er Hit „Walking in Memphis“ bekannt wurde, der ihm auch einen Grammy als bester neuer Künstler einbrachte, hat nicht viel Zeit damit verbracht, sein Comeback zu planen.

Wenn überhaupt, klingt „Burning the Daze“ (Atlantic), Cohns drittes Album, wie das Werk eines Mannes, der sich viel mehr um seine eigene Rettung als darum kümmert, wie seine Musik im gegenwärtigen Popklima abschneiden wird. Wie sehr seine kürzliche Scheidung zum nachdenklichen Ton der Aufnahme beigetragen hat, kann man sich nur vorstellen, aber es ist unmöglich, 'Daze' zu hören, ohne die Stimme von jemandem zu hören, der versucht, eine tiefe Verzweiflung zu überwinden. 'Tröste mich', singt er auf der geistlichen Ballade 'Turn to Me', 'Weil ich mich selbst nicht vor dem Fallen zurückhalten kann'.

Keiner der elf fantasievoll arrangierten Songs des Albums ist bewegender als 'Saints Preserve Us', eine Ballade, die vom Tod von Cohns Mutter inspiriert wurde, als er gerade 2 Jahre alt war von Trauer geplagt. 'Heilige beschützen uns', trauert Cohn, 'wir gehen alle unter.'

Die gute Nachricht ist, dass Cohn einen Teil des Trostes findet, wenn nicht sogar alle Antworten, nach denen er sucht. Auf 'Already Home', der ersten Single des Albums, löst sich seine emotionale Betäubung auf und er findet sich in Frieden mit der Welt wieder. Und auf 'Healing Hands' entdeckt er Trost in Gemeinschaft, nachdem er 'lange Zeit auf diesem verlassenen Pfad geritten' hat. Trotz der Leidenslitanei des Albums verhindern Cohns fundamentaler Optimismus, seine gefühlvolle Stimme und sein immer beeindruckendes Songcraft, dass er wie ein weiterer selbstbezogener Singer-Songwriter klingt. 'Daze' kann seinen Hitmacher-Status nicht wiederherstellen, aber es wird seinen Ruf als Pop-Künstler sicherlich verbessern. (Um einen kostenlosen Sound Bite von diesem Album zu hören, rufen Sie Post-Haste unter 202-334-9000 an und drücken Sie 8153.) Kacy Crowley: Kacy Crowley von Anchorless, die morgen im Birchmere eine Rechnung mit Cohn teilt, teilt auch seine rastlose Sehnsucht Geist und hat eine beträchtliche Begabung für das Geschichtenerzählen. Als ehemalige Deadhead schöpft sie auf ihrem Debütalbum 'Anchorless' (Atlantic) oft aus persönlichen Erfahrungen, daher ist es nicht verwunderlich, dass viele der Songs wahr klingen. Bei „Rebellious“ erinnert sie sich zum Beispiel daran, wie „die Grateful Dead zu mir kamen wie eine Welle in der Luft/ Ich habe meine Beine mindestens zwei Jahre lang nicht rasiert. . . . Dann ging ich unkenntlich nach Hause/ Meine Mutter sagte: Was ist passiert, du warst schön.' ' Während einige von Crowleys Überlegungen eher zusammenhangslos als entwaffnend sind, hat sie Talent und Einstellung übrig. (Um einen kostenlosen Sound Bite von diesem Album zu hören, rufen Sie Post-Haste unter 202-334-9000 an und drücken Sie 8154.) UNTERSCHRIFT: Marc Cohn gewann 1991 den Grammy Award als bester neuer Künstler und verschwand. Jetzt wetteifert er mit „Burning the Daze“ um den besten erneuerten Künstler.