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'Opium War': Lange unterdrückte chinesische Filmneugier

Nachdruck aus den gestrigen Spätausgaben

'The Opium War', jetzt im K-B Janus, entpuppt sich als Relikt und Kuriosität. Offensichtlich der erste kommunistische chinesische dramatische Spielfilm, der in diesem Land regelmäßig im Arthouse-Vertrieb verbreitet wurde, wurde der Film 1959 gedreht und mit dem Aufkommen der Kulturrevolution zurückgezogen, möglicherweise im Einklang mit einer systematischen Unterdrückung von Produktionen, die vor Maos neuem Gesellschaftsschema standen und möglicherweise, weil der Hauptdarsteller, Chao Tan, bei Chian Ching in Ungnade gefallen war.

Es ist unmöglich, die Unterdrückung allein anhand des Films selbst zu erklären: ein frommes, gestelztes patriotisches Kostümdrama, das den Charakter von Lin Tse hsu rühmt, einem kaiserlichen Minister, der sich bemüht, den Opiumhandel zu stoppen, der in Kanton in den 1830er Jahren von britischen Kaufleuten eingeführt wurde. Der Film drückt unanfechtbar nationalistische Gefühle aus. Die einzigen greifbaren Quellen plistic, veraltete Exposition und dürftiger Bildstil - kurz, die durchdringende Klötzigkeit des Ganzen.

'Lin Tse-hsu', wie der Film ursprünglich hieß, ist kaum als künstlerisches Ereignis zu bezeichnen, das etwa mit der Entdeckung eines verschollenen stummen Klassikers oder der Veröffentlichung des zweiten Teils von Eisensteins 'Ivan der Schreckliche' in der Sowjetunion vergleichbar ist Ende der 50er Jahre. Die ähnlichsten amerikanischen Äquivalente zu 'Lin Tse-hsu' sind so selten wiederbelebte Exoten wie 'The Egypyain', 'Land of the Pharoahs', 'Demertius and the Gladiator' und 'The Barbarian'. Guten Gewissens könnten wir diese Schnorrer nicht auf den chinesischen Markt bringen, aber wenn 'Jaws' und 'Star Wars'.

'Lin tse'hsu hat eine grundlegend starke Geschichte. Einem treuen Diener des Kaisers gelingt es, den Drogenhandel und bösartige ausländische Einflüsse zu unterdrücken. Spätere Ereignisse machen ihn zu einem Paria, der aus politischen Gründen vom Kaiser gebannt wird.

Was 'Lins Tse-hsu' auffallend fehlt, ist eine angemessene Dramatisierung dieses faszinierenden Umrisses. Teilweise scheinen die Filmemacher durch bewusste chauvinistische Verschleierung gehemmt. Die Briten werden als grinsende, zuckende Schurken dargestellt, und ihre Truppen werden zuletzt gesehen, wie sie sich vor den Felsen und Speeren von Lins standhafter Miliz hastig zurückziehen. Tatsächlich war Lins Mission bestenfalls ein vorübergehender Triumph. Die Briten setzten ihren Willen in dieser Zeit der Geschichte durch und eines der Dinge, die das kaiserliche China als Folge der durch den Opiumhandel ausgelösten Kriege verlor, war Hongkong.

Lins Untergang scheint aus purer Willkür zu resultieren, als ihn jemand beim Kaiser schlecht macht. 'Ganz Kanton brummt über ein Lied', behauptet die verärgerte Partei. 'Möchtest du es lesen?' Der Kaiser verpflichtet sich, und laut Untertiteln heißt es: 'Lins und Teng tun, was sie wollen. Sie haben illegale Verhaftungen von Menschen vorgenommen.' Anstatt die fadenscheinige Verleumdung mit einer Bemerkung wie „Nicht sehr eingängig, oder?“ beiseite zu schieben, beschließt der Kaiser, sie als vernichtenden Beweis dafür zu interpretieren, dass der einst vertraute Lin seine Autorität überschritten hat.

Chao Tan hat beträchtliche Autorität in der Rolle von Lin. Seine Zurückhaltung setzt ihn um einige Schnitte über die meisten anderen Darsteller, die den Anschein erwecken, dass die abendländischen Comics nicht breit genug waren, wenn sie kaiserliche Chinesen beim leisen Lachen oder aufblitzenden verschwörerischen Blicken erfassen können.

Einige Vorabbewertungen ließen mich atemberaubende Ausblicke auf die Forhidden City und die Große Mauer und den Kanton antizipieren. Diese szenischen Wunder werden bestenfalls kurzlebig, und zwei Jahrzehnte im Gewölbe haben nichts dazu beigetragen, die Farbe des Films zu verbessern, die so verblasst aussieht wie die Farbe in einem typischen Kinodruck amerikanischer Filme desselben Jahrgangs.

Wie praktisch jeder Film enthüllt 'Lin Tse-hsu' interessante Dinge über die Kultur, die ihn hervorgebracht hat, aber es ist schwierig, diese 20-jährige Mittelmäßigkeit als große kulturelle Offenbarung zu begrüßen. Vielleicht bringt der Import früherer und späterer chinesischer Features alles ins rechte Licht. In der Zwischenzeit fragt man sich, was 'Lin Tse-hsu' an den Chef der amerikanischen Importlinie geschickt hat. Es muss entweder die Drogensucht gewesen sein oder die Tatsache, dass die Briten die Bösen sind.