logo

'Pimpernel': Ein Schinkengenuss

'The Scarlet Pimpernel' hat den Mut seiner Absurdität. Das Musical von Frank Wildhorn und Nan Knighton, das gestern Abend im Kennedy Center eröffnet wurde, stapelt all die ausgefallenen romantischen Klischees in der wohlwollenden und nicht ungenauen Überzeugung, dass dies das Publikum glücklich machen wird. Der Held hat ein starkes Kinn und ein stärkeres Pflichtbewusstsein; der höhnische Bösewicht singt seine Eröffnungsnummer vor einer Guillotine; und das Dekolleté der Heldin lenkt nur wenig von ihrem Zupfen ab.

All dies wird von Regisseur Robert Longbottom so unschuldig präsentiert, dass es unmöglich ist, daran Anstoß zu nehmen. 'The Scarlet Pimpernel' mag zahlreiche ästhetische Sünden begehen, aber es ist nicht anmaßend.

Sir Percy Blakeney (Robert Patteri), bei Tag ein Flop und bei Nacht Held, ist der Anführer einer fröhlichen Schar von Adligen, die sich, wie es für tapfere Engländer tun muss, gegen die Exzesse der Französischen Revolution wehren. Sie schleichen sich - natürlich verkleidet - in regelmäßigen Abständen über den Kanal und stören Hinrichtungen - keine große Aufgabe, wie das Musical es präsentiert, da die französischen Soldaten die Trottel sind.

Zurück in England unternehmen die geheimen Guerillas große Anstrengungen, um alle davon zu überzeugen, dass sie nichts als verwöhnte Fops sind. Sir Percy entwickelt eine so geistlose Persönlichkeit wie P.G. Wodehouses berühmter Trottel Bertie Woosters, komplett mit schreiendem, albernem Lachen, und seine Verbündeten paradieren mannhaft in lächerlichem Gewand, um wie Narren auszusehen. Sie sind erfolgreich, besonders wenn sie sich als ihre große Nummer herausstellen - 'The Creation of Man' - gekleidet in pastellfarbenen Pelzmustern (die inspirierte Schrecklichkeit stammt von der Kostümdesignerin Jane Greenwood).

Doch im Execution-Foiling-Handel läuft nicht alles rund. Sir Percy hat Grund zu befürchten, dass seine reizende französische Frau Marguerite (Amy Bodnar) eine Spionin ist. Außerdem wird er von einem rücksichtslosen französischen Verbündeten von Robespierre verfolgt, dem finsteren Chauvelin (William Paul Michals). Die Handlung dreht sich, bis sie zu ersticken droht, aber – Überraschung! – am Ende kommt alles gut.

'The Scarlet Pimpernel' ist keine mitreißende Nachbildung von altmodischem Nervenkitzel, wie es etwa 'Raiders of the Lost Ark' gelingt. Es ist ein bisschen flach, mit vielen, vielen Nummern, in denen Leute in Räumen singen und vergleichsweise wenig Action.

Du könntest drei oder vier Songs herausschneiden, ohne dass sie jemand verpasst. Was die Show trägt, ist nicht der Ideenreichtum, sondern die gutmütige Begeisterung der Darsteller.

welcher käse ist fettarm

Die Produktion des Kennedy Center leidet darunter, was ich vermute, dass ich die Broadway-Version nicht gesehen habe, eine Roadshow-Verpflichtung ist:

Da die Sets minimal sind, gibt es einen bemerkenswerten Mangel an erhöhten Plattformen. Große Nummern, die nach Bewegung und Darstellung schreien, werden in einer flachen Linie über die Bühne gespielt. Die visuelle Dumpfheit trägt dazu bei, dass die Show über lange Zeiträume hinweg nicht wirklich viel bringt.

Die Rollen verlangen nach Hamminess, und ich freue mich, berichten zu können, dass sie es bekommen.

Die Aufführungen haben eine angenehm ausgelassene, angeberische Qualität. Mehr als gelegentlich werden die Dinge fadenscheinig, als ob das Publikum nicht darauf zählen könnte, einen Witz zu bekommen, es sei denn, er trifft ihn in den Kopf. Aber im Allgemeinen putzen und planen Patteri, Michals und Bodnar mit Gespür, und sie haben feine Stimmen.

Wenn 'The Scarlet Pimpernel' ein Lager wäre, wäre es unerträglich bogen und herablassend. Stattdessen ist es arglos Cornball. Die Show erkennt die Albernheit ihrer Klischees an, verliert aber nie die Zuneigung zu ihnen, und das Ergebnis ist süß liebenswert.

The Scarlet Pimpernel, Buch und Text von Nan Knighton, Musik von Frank Wildhorn. Nach dem Roman „The Scarlet Pimpernel“ von Emmuska Orczy. Regie und Choreografie von Robert Longbottom. Set, Andrew Jackness; Lichter, Natasha Katz; Ton, Karl Richardson; Orchestrierungen, Kim Scharnberg; musikalische Leitung, Jason Howland. Mit John Paul Almon, D. B. Anleihen, Vincent Paul Boyle, Russell Joel Brown, Michael Bunce, Erin Coakley, David Cromwell, Harvey Evans, Matthew Farver, Ashlee Fife, Russell Garrett, Angela Garrison, Drew Geraci, Stephen Hope, Rebekah Jacobs, Aaron Paul, Christeena Michelle Riggs, Marisa Rozek, Kathleen Shields, Billy Sharpe, Stephonne Smith, Chloe Stewart, Edward Staudenmayer, Michael Susko, James Van Treuren und Jennifer Zimmerman. Bis zum 30. Juli im Kennedy Center Opera House. Rufen Sie 202-467-4600 an.