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Zwei Tote, sechs Verletzte bei Messerstechereien in Finnland, sagt die Polizei

BERLIN —Bei einem Messerstich am Freitag in einer Stadt im Südwesten Finnlands wurden zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt, teilte die Polizei mit.

Der Angriff ereignete sich in Turku, etwa 160 Kilometer westlich von Helsinki, und erschütterte einen Kontinent, der immer noch das volle Ausmaß eines Terroranschlags auf Spanien erfuhr, wo die Polizei versuchte, Details über zwei tödliche Fahrzeugübergriffe und eine Explosion in einem Haus zusammenzusetzen, wie die Polizei sagte von den Angreifern ausgenutzt worden war.

Der Islamische Staat behauptete Verbindungen zu den Anschlägen in Spanien, den schlimmsten der Nation seit mehr als einem Jahrzehnt.

Die finnische Polizei sagte, die Messerstecherei werde nicht als Terrorismus untersucht. In den Fall ist jedoch auch das finnische National Bureau of Investigation mit Unterstützung finnischer Geheimdienste involviert.

Ein Verdächtiger wurde am Tatort im Zentrum von Turku festgenommen und in einem nahe gelegenen Krankenhaus wegen seiner Wunden behandelt, nachdem er von der Polizei in den Oberschenkel geschossen worden war. Die finnische Innenministerin Paula Risikko sagte, die Identität des Verdächtigen sei unklar, beschrieb ihn jedoch als fremdartig. Sie sagte, die Behörden hätten die Einwanderungsbehörden kontaktiert, um mehr zu erfahren.

Finnlands Ministerpräsident Juha Sipila sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und bezeichnete die Ereignisse des Tages als tragisch. Auch der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, verurteilte den Angriff und sagte, seine Schwere sei durch die Anschläge in Spanien Stunden zuvor noch verschärft worden.

Die Sicherheitsvorkehrungen wurden im ganzen Land verschärft, auch an Flughäfen und Bahnhöfen. Der Nationale Polizeikommissar Seppo Kolehmainen warnte Zivilisten, dass sie bewaffnetes Sicherheitspersonal auf den Straßen sehen könnten.

Die Polizei forderte die Menschen auf, das Zentrum von Turku zu räumen, während sie nach weiteren potenziellen Verdächtigen suchten.

Ein Video zirkulierte am Freitag auf Twitter, in dem Benutzer sagten, man könne einen Mann Allahu akbar weinen hören, aber andere antworteten, dass die Rufe finnisch seien, also aufgepasst. Eine Augenzeugin erzählte Turun Sanomat, einer in Turku ansässigen Zeitung, dass sie auf dem Marktplatz Kartoffeln kaufte, als sie Menschen rennen und schreien sah. Unter den Opfern sei eine Frau mit einem kleinen Kind gewesen.

Ebenfalls am Freitag suchte die Polizei in der westdeutschen Stadt Wuppertal nach einem oder mehreren Verdächtigen bei einem Messerstich, bei dem eine Person getötet und eine weitere verletzt wurde, obwohl der Fall als Mord behandelt wurde und nicht mit Terrorismus in Verbindung steht, teilte die Polizei mit.

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