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Puh! und Langeweile: Nelly Furtado &

Nelly Furtado und Citizen Cope möchten ihre aktuelle Roadshow vielleicht in Polar Opposites Tour umbenennen. Im Club um 9:30 Uhr am Freitag – der ersten von zwei ausverkauften Nächten – enthüllten ihre Auftritte eine Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen Singer-Songwritern.

Furtado, der 23-jährige Headliner, genießt immer noch den Erfolg von „Whoa, Nelly“, ihrem Debütalbum aus dem Jahr 2000, und wirkt wie ein zu koffeinhaltiges Rehkitz. Sie hüpfte auf und ab und rannte um ihre siebenköpfige Band und zwei männliche Tänzer herum, sie war sowohl Cheerleaderin und Partyorganisatorin als auch Sängerin. Die Menge brauchte jedoch nicht viel Ermutigung, sie sang bei dem wunderbaren „I'm Like a Bird“ mit und was eine Familienzeitung als „[Stuff] on the Radio“ bezeichnen muss.

In ihrer besten Form schafft Furtado großartige Popsongs wie 'Hey, Man!' und 'Turn Off the Light', die Elemente von Hip-Hop, Tanz und sogar Volksmusik kombinieren. Manchmal wünscht man sich jedoch, sie würde sich mehr auf ihre Songs konzentrieren und weniger auf klischeehafte Shoutouts und knifflige Requisiten wie Discokugeln und Seifenblasenmaschinen (Bubble Machines!). Sie ist in der Lage, eine unterhaltsame Show auf die Beine zu stellen, ohne die Halle in einen Ibiza-Nachtclub zu verwandeln.

Aber vielleicht war Furtados Überschwang genau die Art von CPR, die nach der tristen Eröffnungsperformance von Citizen Cope erforderlich war. Cope, der Künstlername des lokalen Musikers Clarence Greenwood, begann mit 'Appetite (for Lightnin' Dynamite)' von seinem jüngsten selbstbetitelten Debütalbum. Das war der nächste Funkenflug während eines eintönigen 45-minütigen Sets, das die Aufmerksamkeit der Furtado-Gläubigen nicht auf sich zog. Zwischen elektrischer und akustischer Gitarre wechselnd und nur von einem Keyboarder begleitet, den er nicht vorstellte, blieb Greenwood für die meisten Songs sitzen und verströmte eine beeinflusste, mundtote Weltmüdigkeit weit über seine 33 Jahre hinaus. Die halbgaren Hip-Hop-Beats von „Let the Drummer Kick It“ und die schwachen Texte von „Salvation“ halfen nicht weiter. Lediglich beim vielversprechenden Abschlusssong 'Contact' brachte er genug Energie auf, um eine vielleicht interessantere Show anzudeuten.

- Joe Heim